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MedAT Biologie: 40 Aufgaben in 30 Minuten – Stichwortliste, Strategie und Übungsfragen

Biologie ist der größte Teil des BMS: 40 von 94 Aufgaben, für die du 30 Minuten Zeit hast. Hier findest du die offizielle Stichwortliste übersichtlich gegliedert, eine klare Lernstrategie und Übungsfragen zu jedem Themenblock.

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026 · MEDATOR Redaktion

Zeit
30 Minuten
Aufgaben
40
Pro Aufgabe
ca. 45 Sekunden
Anteil am Testwert
ca. 17 %

Was erwartet dich in Biologie?

Biologie ist der erste Untertest am Vormittag. Du beantwortest 40 Multiple-Choice-Fragen in 30 Minuten – im Schnitt bleiben dir also rund 45 Sekunden pro Aufgabe. Jede Frage hat fünf Antwortmöglichkeiten, genau eine davon ist richtig.

Der Stoff entspricht weitgehend dem Oberstufenniveau bis zur Matura. Einzelne Fragen gehen darüber hinaus, etwa bei Molekulargenetik oder Histologie. Genau diese Fragen trennen später die Rangliste – deshalb lohnt es sich, auch Details zu lernen.

Da der BMS 40 % des Gesamtergebnisses ausmacht und Biologie 40 der 94 BMS-Aufgaben stellt, entfallen rund 17 % deines Testwerts allein auf diesen Untertest.

Die offizielle Stichwortliste Biologie

Die Stichwortliste der Universitäten gliedert die veröffentlichten Biologie-Themen und hilft dir, deine Vorbereitung zu planen. Unten findest du alle Kapitel der Liste 2026 zum Aufklappen.

Diese PDF ist die Ausgabe 2026, nicht eine Stichwortliste für 2027. Die jeweils aktuell bereitgestellte Version findest du im Virtuellen Medizinischen Campus (VMC) der MedUni Graz. Gleiche sie für dein Testjahr mit dieser Übersicht ab.

Stichwortliste Biologie 2026 (PDF)
Die menschliche Zelle18
  • Allgemeine Charakteristika
  • Zelltypen
  • Zellmembranen
  • Zytoplasma
  • Organellen

    • Zellkern
    • Mitochondrien
    • Endoplasmatisches Retikulum
    • Golgi-Apparat
    • Lysosomen, Endosomen, Peroxisomen
  • Ribosomen
  • Proteasomen
  • Zentriolen
  • Zytoskelett
  • Zellkontakte
  • Kinozilien, Geißeln, Mikrovilli
  • Stofftransport
  • Zellteilung
  • Zelltod
Der menschliche Körper17
  • Gewebe

    • Grundtypen
    • Aufbau
    • Funktion
    • Zelltypen und Strukturen
  • Organ- und Struktursysteme

    • Atmungssystem
    • Endokrines System
    • Fortpflanzungssystem: männliche Geschlechtsorgane, Spermien
    • Fortpflanzungssystem: weibliche Geschlechtsorgane, Eizelle, weiblicher Zyklus, Schwangerschaft
    • Harnsystem
    • Herz-Kreislauf-System; Blut
    • Immunsystem
    • Lymphatisches System; Lymphe
    • Nervensystem
    • Sinnesorgane und Haut
    • Skelettsystem mit Knochen, Knorpel, Gelenken, Muskeln und Begleitstrukturen
    • Verdauungssystem: Mund, Speiseröhre, Magen-Darm-Kanal
    • Anhangsdrüsen: Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse
Frühentwicklung des Menschen5
  • Befruchtung bis Einnistung
  • Keimblätter
  • Entwicklung des Embryos
  • Entwicklung des Fetus
  • Plazenta und Eihaut
Genetik15
  • Mendelsche Regeln
  • Zellteilung
  • Kernteilung

    • Mitose
    • Meiose
  • Chromosomentheorie der Vererbung

    • Grundlagen
    • Gen-Kopplung
    • Crossing-over
  • Nichtchromosomale Vererbung

    • Mitochondrien
  • Aufbau des Genoms bei Eukaryonten
  • Mutationen

    • Gen-Mutationen
    • Chromosomen-Mutationen
    • Genom-Mutationen
    • Auslöser von Mutationen
  • Vererbung des Geschlechts
  • Krebsentstehung
Molekulare Genetik18
  • DNA

    • Aufbau
    • Replikation
    • Reparatur
  • Vom Gen zum Merkmal

    • Genetischer Code
    • Aufbau eukaryontischer Gene
    • Informationsfluss Gen → Protein
    • RNA und Splicing
    • Proteinsynthese
  • Regulation der Genaktivität

    • Prokaryoten
    • Eukaryoten
  • Genomik
  • Proteomik
  • Epigenetik
  • Methoden der Gentechnik

    • PCR
    • DNA-Sequenzierung
    • Genomanalyse
    • Genetischer Fingerabdruck
    • Gentechnisch veränderte Organismen
Humangenetik6
  • Stammbaumanalysen
  • Erbgänge
  • Genetische Beratung
  • Genetische Diagnostik
  • Präimplantationsdiagnostik
  • Pränataldiagnostik
Evolution13
  • Entstehung des Lebens

    • Chemische Evolution (Miller-Versuch)
    • Biogenese und Protobionten
    • Endosymbiontentheorie
  • Grundeigenschaften der Lebewesen
  • Phylogenetik
  • Evolutionstheorie

    • Darwin
    • Artbegriff
    • Artbildung
    • Evolutionsfaktoren
    • Mutation
    • Gendrift
    • Genetische Rekombination
    • Entwicklung des Menschen
Ökologie10
  • Wechselbeziehungen zwischen Organismus und Umwelt
  • Abiotische Faktoren
  • Biotische Faktoren
  • Lebensraum und Population
  • Ökologische Nische
  • Biologisches Gleichgewicht
  • Ökosysteme
  • Nahrungsbeziehungen
  • Energiefluss
  • Umweltschutz
Immunbiologie4
  • Antikörper
  • Gene der Antikörper
  • Blutgruppen

    • Vererbung der Blutgruppen
    • Vererbung des Rhesusfaktors

Welche Fragetypen kommen vor?

Neben klassischen Wissensfragen mit einer richtigen Antwort gibt es Aussagenlisten: Du prüfst mehrere Aussagen und wählst die Antwort, die genau die richtigen zusammenfasst. Hier hilft es, jede Aussage einzeln zu bewerten und die Antworten danach per Ausschluss zu streichen.

Für eine falsche Antwort gibt es keine Minuspunkte. Lass deshalb keine Frage leer – eine begründete Vermutung ist immer besser als keine Antwort.

Tipps & Tricks: Aktionspotenzial verstehen statt auswendig lernen

„Das Ruhepotenzial beträgt etwa −70 mV“ ist schnell gelernt. Der MedAT fragt aber oft weiter: Was passiert, wenn außen mehr Kalium vorhanden ist? Warum löst ein Gift, das Natriumkanäle blockiert, keine Erregung mehr aus? Solche Fragen beantwortest du nur, wenn du die Ursachen kennst.

Das Ruhepotenzial entsteht vor allem, weil die Membran in Ruhe gut für K⁺ durchlässig ist und K⁺ entlang seines Gradienten nach außen strömt. Beim Aktionspotenzial öffnen spannungsgesteuerte Na⁺-Kanäle: Na⁺ strömt ein, das Potenzial schießt Richtung E(Na⁺). Verändere unten die Konzentrationen und beobachte, wie Ruhepotenzial und Erregbarkeit reagieren.

Ruhe- und Aktionspotenzial

−100−50050Schwelle −55 mVE(Na⁺) 61 mVE(K⁺) −95 mVZeit (ms) · Reiz bei 0,5 ms

Ruhepotenzial (Goldman) = −71 mV · E(K⁺) = −95 mV · E(Na⁺) = 61 mV

Der Reiz hebt das Potenzial nur auf −61 mV – die Schwelle von -55 mV wird nicht erreicht. Alles-oder-nichts: unterschwellig klingt die Depolarisation wieder ab.

Ruhepotenzial nach der Goldman-Gleichung bei 37 °C (ohne Cl⁻). Der Verlauf des Aktionspotenzials ist schematisch; reale Kurven unterscheiden sich je nach Zelltyp.

  1. 1Das Ruhepotenzial liegt nahe am K⁺-Gleichgewichtspotenzial, weil in Ruhe vor allem K⁺-Kanäle offen sind.
  2. 2Mehr K⁺ außen (Hyperkaliämie) verkleinert den Gradienten: Die Zelle depolarisiert. Bleibt sie depolarisiert, werden Na⁺-Kanäle inaktiviert und die Erregbarkeit sinkt.
  3. 3Alles-oder-nichts: Unterschwellige Reize klingen ab, überschwellige lösen immer ein vollständiges Aktionspotenzial aus. Die Reizstärke wird über die Frequenz kodiert, nicht über die Höhe.
  4. 4Der Aufstrich braucht Na⁺-Einstrom, die Repolarisation K⁺-Ausstrom. Die Na⁺/K⁺-ATPase hält die Gradienten langfristig aufrecht, erzeugt das Aktionspotenzial aber nicht.

Tipps & Tricks: Erbgänge mit dem Kreuzungsschema lösen

Vererbungsaufgaben sind im MedAT reine Logik: Aus den Genotypen der Eltern folgen die Wahrscheinlichkeiten für die Kinder. Wer das Kreuzungsschema sicher beherrscht, löst solche Fragen in wenigen Sekunden – und erkennt typische Fallen, etwa bei X-chromosomalen Erbgängen.

Wähle unten einen Erbgang und die Genotypen der Eltern. Jedes Feld des Quadrats steht für eine von vier gleich wahrscheinlichen Kombinationen der Keimzellen.

Kreuzungsschema

Mutter

Vater

Punnett-Quadrat
Keimzellen Vater
♀ \ ♂Aa
AAAMerkmal dominant ausgeprägtAaMerkmal dominant ausgeprägt
aAaMerkmal dominant ausgeprägtaarezessiver Phänotyp

Genotypen

AA: 25 % · Aa: 50 % · aa: 25 %

Phänotypen

  • 75 %Merkmal dominant ausgeprägt
  • 25 %rezessiver Phänotyp

Ein einziges dominantes Allel A genügt für die Ausprägung. Der rezessive Phänotyp zeigt sich nur bei aa – deshalb können zwei Merkmalsträger (Aa × Aa) ein Kind ohne Merkmal bekommen.

Ein Gen, vollständige Penetranz, keine Kopplung oder Neumutation. Jedes Feld des Quadrats entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 25 %.

  1. 1Zuerst die Keimzellen aufschreiben: Jedes Elternteil gibt genau ein Allel pro Gen weiter.
  2. 2Genotyp- und Phänotypverhältnis unterscheiden: Bei Aa × Aa ist der Genotyp 1 : 2 : 1, der Phänotyp bei Dominanz 3 : 1.
  3. 3X-chromosomal rezessiv: Söhne erkranken mit einem einzigen kranken Allel. Vater-zu-Sohn-Vererbung gibt es nicht.
  4. 4Achte genau auf die Frage: „Wahrscheinlichkeit für ein krankes Kind“ ist etwas anderes als „Wahrscheinlichkeit, dass ein Sohn krank ist“.

Tipps & Tricks: Die Sauerstoffbindungskurve lesen

Die O₂-Bindungskurve des Hämoglobins ist ein klassisches Beispiel für Zusammenhänge, die der MedAT prüft: In welche Richtung verschiebt sich die Kurve bei Fieber, bei körperlicher Arbeit oder beim Fetus – und was bedeutet das für die Sauerstoffabgabe im Gewebe?

Die Kurve ist S-förmig, weil die vier Untereinheiten kooperativ binden. Der P50-Wert gibt an, bei welchem Sauerstoffpartialdruck die Hälfte des Hämoglobins beladen ist. Verschiebe die Regler und vergleiche mit der gestrichelten Normalkurve.

O₂-Bindungskurve

0255075100020406080100120P50LungeGewebepO₂ (mmHg) · y-Achse: O₂-Sättigung (%) · gestrichelt: Normalkurve

P50 = 26,8 mmHg · Lunge 97 % · Gewebe 75 % · abgegeben 23 %

Normalbedingungen: In der Lunge ist Hb fast vollständig gesättigt, im Gewebe gibt es rund ein Viertel seines O₂ ab. Verändere pH, Temperatur oder 2,3-BPG.

Hill-Gleichung mit n = 2,7; die Verschiebungen sind vereinfachte Näherungen. Lunge: pO₂ 100 mmHg, Gewebe in Ruhe: 40 mmHg.

  1. 1Rechtsverschiebung = lockerere Bindung, mehr O₂-Abgabe: CO₂ ↑, pH ↓ (Bohr-Effekt), Temperatur ↑, 2,3-BPG ↑.
  2. 2Linksverschiebung = festere Bindung: fetales Hämoglobin, pH ↑, Kälte, weniger 2,3-BPG.
  3. 3Im flachen oberen Teil ändert sich die Sättigung kaum – deshalb bleibt das Blut auch bei leicht sinkendem pO₂ in der Lunge gut beladen.
  4. 4Im steilen Teil (Gewebe) bewirken kleine Druckänderungen eine große O₂-Abgabe.

So lernst du Biologie effizient

Die Stoffmenge ist groß, aber planbar. Entscheidend ist, dass du jedes Kapitel der Stichwortliste mindestens einmal gelernt und mehrmals wiederholt hast.

  1. 1Stichwortliste als Checkliste nutzen und alle Kapitel auf einen Kalender bis zum Testtag verteilen.
  2. 2Pro Kapitel zuerst Zusammenhänge verstehen, dann Fachbegriffe und Details lernen.
  3. 3Direkt danach Fragen zum Kapitel lösen, statt lange Zusammenfassungen zu schreiben.
  4. 4Falsch beantwortete Fragen sammeln und nach einigen Tagen gezielt wiederholen.
  5. 5Ab dem letzten Drittel der Vorbereitung mit Zeitlimit üben: 40 Fragen in 30 Minuten.

Zeitmanagement am Testtag

45 Sekunden pro Frage reichen für Wissensfragen gut aus, Aussagenlisten dauern länger. Beantworte Fragen, die du sicher weißt, sofort und markiere unsichere zum späteren Nachsehen. So bleibt am Ende Zeit für die schwierigen Aufgaben, ohne dass leichte Punkte verloren gehen.

Interaktiv üben

Echte Aufgaben im MedAT-Format, mit Lösung und Erklärung direkt nach deiner Antwort.

Aufgabe 1 / 12
Zelle

In welchem Zellorganell findet die oxidative Phosphorylierung statt?

Häufige Fragen

Wie viel Zeit hast du für Biologie im MedAT?

30 Minuten für 40 Aufgaben, also rund 45 Sekunden pro Frage.

Wie viele Biologie-Fragen kommen im MedAT?

40 der 94 BMS-Aufgaben stammen aus der Biologie – mehr als aus jedem anderen Fach.

Wo finde ich die aktuelle Stichwortliste Biologie?

Im Virtuellen Medizinischen Campus (VMC) der MedUni Graz. Die Liste 2026 kannst du oben auch direkt als PDF herunterladen.

Gibt es Minuspunkte für falsche Antworten?

Nein. Eine falsche Antwort zählt null Punkte, deshalb solltest du jede Frage beantworten.

Kommen Fragen über Maturaniveau vor?

Ja, einzelne. Die meisten Fragen bleiben auf Oberstufenniveau, einige gehen etwa bei Molekulargenetik oder Histologie tiefer.

Weiter üben

Lerne alle BMS-Themen mit Lernplan und Fragen im BMS-Runner.

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